Waschen

Für das körperliche Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl ist es wichtig, gepflegt zu sein und auch gepflegt auszusehen. Allerdings kann dieser Wunsch und Bedürfnis hinter dringenderen Bedürfnissen und Nöten zurück stehen. Wer grosse Scherzen erleidet, dem ist nicht nach gründlicher und anstrengender Körperpflege. Wenn jeden Tag ein Mensch gut und gründlich gepflegt wird, muß nicht trotz Schmerz und Schwäche eine anstrengende Waschprozedur erledigt werden, wo eigentlich eine „Katzenwäsche“ angebracht wäre.
 
Grundsätzlich sind die zu pflegenden Menschen in die Pflegehandlungen so einzubeziehen, dass sie die Chance bekommen, die Handlungen zu gestalten. Das gilt besonders für Menschen, die dazu auf den ersten Blick nicht in der Lage zu sein scheinen. Menschen mit starker Beeinträchtigung durch demenzielle Erkrankung etwa sollten unbedingt immer über die Pflegehandlungen vor deren Beginn  informiert werden! Dies gilt für Menschen mit eingeschränktem Bewußtsein genau so.
 
Berührung, intime Berührung, Scham und auch Ekel spielen in der Versorgung angehöriger Menschen eine große Rolle. Es ist normal – und gesund – wenn pflegende Angehörige sich unbehaglich fühlen und erst nach und nach lernen können, mit der ungewohnten Situation umzugehen. Der schwierige Rollenwechsel etwa die „Umkehrung“ des Kind – Eltern – Verhältnisses, gerade beim Waschen kann nicht nur durch nüchterne technische Handlung und „sachlches Verhalten“ bewältigt werden. 
 
Hinweise zum Waschen von pflegebedürftigen Menschen
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